Pensionistenverband Steiermark

Bezirkskonferenz Drucken E-Mail

Am 21.März 2014 hielt unsere Bezirksorganisation im Gasthof Stöcklpeter ihre Frühjahrstagung mit einer Bezirkskonferenz und der fälligen Neuwahl des Bezirksausschusses ab. Zur Tagung konnte Vorsitzender, Altbürgermeister Ing. Hubert Zingler, die Vorsitzende der Landesorganisation des Pensionistenverbandes NR. a.D. Sophie Bauer, Bürgermeister Mag. Josef Wallner, die Mitglieder des Bezirksausschusses sowie die Vorsitzenden mit den FunktionärInnen ihrer Ortsgruppen herzlich begrüßen und willkommen heißen.
In seinen Grußworten dankte Bürgermeister Mag. Josef Wallner für die Einladung und nahm in der Folge sehr ausführlich zur Strukturreform der Gemeinden im Bezirk Stellung. Die Gründung der Gemeinden erfolgte erst Mitte des 18. Jahrhunderts unter Maria Theresia, während die Verwaltung zuvor von sogenannten Grundherren vorgenommen wurde und die Bevölkerung als „Leibeigene" betrachtet wurde. Bei den Gemeindegründungen bildeten die Länder unterschiedliche Größen und damit verbunden war auch die Anzahl der Gemeinden. So hatte z.B. der kärntnerische Nachbarbezirk Wolfsberg neun und unser Bezirk Deutschlandsberg vierzig Gemeinden. Eine Zusammenlegung von Gemeinden in der Steiermark wurde bereits Anfang der Siebzigerjahre praktiziert und aufgrund der noch immer zu hohen Anzahl der Gemeinden jetzt fortgesetzt. So wird es nach dem Abschluss der Strukturreform im Bezirk Deutschlandsberg auch nur mehr fünfzehn Gemeinden geben und die Einwohnerzahl der Stadt Deutschlandsberg wird sich durch die freiwillige Zusammenlegung mit den Gemeinden Kloster und Bad Gams sowie durch Verordnung des Landes auch noch Freiland, Osterwitz und Trahütten auf 11.800 Einwohner erhöhen. Anstrebenswert wäre eine Einwohnerzahl von 15.000, um die Bezirkshauptmannschaft und das Gericht auch weiterhin rechtfertigen zu können, was aber nur durch eine Hinzunahme von Frauental möglich wäre. Steiermark hat heute noch die kleinste Gemeindestruktur und ab einer Vergrößerung der Gemeinden auf mehr als 10.000 Einwohnern gibt es auch vom Bund mehr Geld für die Länder und somit letztlich auch mehr Geld für die Gemeinden. In der Folge erläuterte der Bürgermeister noch die Aufgabenverteilung in den Gemeinden, die unabhängig von der Größe in jeder Gemeinde gleich bleiben und schon aus diesem Grund eine Zusammenlegung sinnvoll erscheint. Der Veranstaltung noch einen weiteren guten Verlauf wünschend, schloss Mag. Wallner seine Ausführungen.
Mit einer Gedenkminute an die im Berichtszeitraum verstorbenen Mitglieder wurde die Tagung fortgesetzt, wobei im Besonderen den verstorbenen Funktionären Oberschulrat Oskar Feibel als Ortgruppenvorsitzender von Schwanberg, dem Ortgruppenvorsitzenden von Pölfing Brunn Norbert Walz und dem langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden der Ortsgruppe Gr. St. Florian, Anton Leitinger gedacht wurde.
Es folgte der Tätigkeitsbericht der Bezirksorganisation durch Vorsitzenden Ing. Hubert Zingler. Der Berichtszeitraum umfasst die Zeit seit der letzten Neuwahl am 29.10.2009 bis heute. Durch die Renovierung des AK-Gebäudes und den damit verbundenen Einschränkungen der Büro-Räumlichkeiten wurde die im Herbst vorigen Jahres fällige Neuwahl auf das Frühjahr verschoben. Es fanden jährliche Frühjahrs- und Herbsttagungen und auch Obmännerkonferenzen sowie zahlreiche Bezirksausschusssitzungen statt. Mit Ausnahme der Urlaubszeit im August und der Durchfürung der Umbauarbeiten im ver- gangenen Herbst wurden freitags wöchentliche Sprechstunden von 9:00 bis 11:00 Uhr im Bezirksbüro abgehalten und Jahreshauptversammlungen sowie Muttertags-, Weihnachts-feiern und weitere Veranstaltungen der Ortsgruppen besucht. Bei den Frühjahrs- und Herbstkonferenzen wurden stets aktuelle Themen mit anerkannten Experten angesprochen. So gab es zum Beispiel ein Medienseminar mit J.A. Hirschler, Umstiegs-möglichkeiten zu günstigeren Strom- und Gastarifen aufgezeigt, ein Referat von Bezirkshauptmann Dr. Theobald Müller zum Thema der Kosten für Pflegeheime und betreutes Wohnen, Vortrag des Polizei-Präventionsdienstes für Schutzmaßnahmen gegen Diebstahl und Einbruch sowie Trickbetrug, ein Referat vom damaligen Gesundheitsreferenten LR Mag. Hirt, ein Magnetresonanzgerät für das LKH Deutschlandsberg gefordert – aber leider nicht erhalten, Mitglieder-Werbeaktionen forciert, mindestens einmal jährlich wurden Gespräche mit NR Beppo Muchitsch geführt und Vorschläge für den Sozialausschuss im Nationalrat diskutiert, Referat von Notarin Mag. Ulrike Hochkofler zu den Themen Erbfolge, Testament, Ansprüche von Ehepartnern, Vorsorgevollmachtsverträgen und Patientenverfügungen.
Bezirkskassier Adolf Kummer berichtete über die Kassenführung mit dataillierten Aus- und Einnahmen und bedankte sich bei den Subkassieren der Ortsgruppen für deren Zusammenarbeit. Bei einer Überprüfung durch den Landesverband wurde die exakte und korrekte Kassenführung besonders hervorgehoben. Kontrollor Gerhard Fink berichtete über die Kassenprüfung vom 6.3.2014 und schloss sich dem Landesverband mit einem dicken Lob an den Bezirkskassier an. Die Entlastung des Vorstandes wurde im Anschluss einstimmig erteilt.
Für die Durchführung der Neuwahl wurde anschließend der Vorsitz an Landesvorsitzende NR a.D. Sophie Bauer übergeben. Es lag ein Wahlvorschlag vor und nach Einzel- bzw. Kollektivabstimmung ist folgender Bezirksausschuss für vier Jahre gewählt: Vorsitzender Altbgm. Ing. Hubert Zingler, Stellvertreter Franz Held und Alois Högler, Schriftführerin Gerda Doppelhofer, Stellvertereterin Maria Weber, Kassier Adolf Kummer, Stellvertreter Eberhard Frühwirth, Öffentlichkeits-referent Herbert Reiterer. Kontrolle: Gerhard Fink, Franz Wallner, Herbert Walser und Franz Zmugg.

WR 21-03-14 IN

Von links: LV NR a.D. Sophie Bauer, BV Altbürgermeister Ing. Hubert Zingler. Kontrolle Herbert Walser, Vors.-Stv. Franz Held, Kontrolle Franz Wallner, Kontrolle und Vors OG Frauental Gerhard Fink, Kassier Adolf Kummer, Schriftführerin Gerda Doppelhofer und Kassier-Stv. Eberhard Frühwirth. Nicht am Foto: Vors.-Stv. Alois Högler, Schriftführer-Stv. Maria Weber und Kontrolle Franz Zmugg.

Vorsitzender Ing. Hubert Zingler dankte für das entgegengebrachte Vertrauen und bedankte sich bei allen für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. In weiterer Folge sprach der Vorsitzende auch an die Ortsgruppenfunktionäre seinen Dank aus und betonte, dass der Wind, der uns entgegen bläst immer rauher werden wird. Wir müssen dem spekulativen Finanzkapitalismus und den Finanzhaien gemeinsam entgegenwirken, um zu verhindern, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Nicht Hände falten und brav das Goscherl halten ist die Zukunftsdevise, sondern den stärker werdenden Wind bundesweit kräftig zurück blasen lautet der zukünftige Auftrag. Bei der bevorstehenden EU-Wahl besteht die Möglichkeit für ein sozialdemokratischeres Europa zu stimmen. Grundvoraussetzung dafür ist aber der Gang zur Wahlurne und den sozialdemokratischen Weg auch durch die Wahl zu bestätigen.
Landesvorsitzende NR a. D. Sophie Bauer hob eingangs ihrer Grußworte die großartige Arbeit der Funktionärinnen und Funktionäre hervor. Sie gab ihrer Freude über die Wiederwahl des Teams um Vorsitzenden Hubert Zingler Ausdruck und gratulierte zur Wiederwahl sehr herzlich. Sie brachte dann Beispiele aus der Praxis, dass viele Pensionistinnen und Pensionisten mit einer Pension von € 900,- das Auslangen finden müssen und so auf alle Fälle etwas unternommen werden müsse, das Wohnen leistbarer wird. Beim Pflegeregress liege das Problem in der Steiermark daran, dass in den Pflegewohnheimen sich viele Pflegebedürftige mit den Stufen 1 bis 3 befinden, was in den übrigen Bundesländern nicht der Fall sei. Dort hat man die Aufnahme in ein Pflegeheim erst ab Stufe vier zugelassen und aus diesem Grund kann auch auf den Regress verzichtet werden. Trotzdem ist sie der Meinung, dass man versuchen muss, vom Regress so rasch als möglich weg zu kommen. Ärgerlich sei auch die Tatsache, dass gerade die Freiheitlichen mit H.C.Strache sich am Hypo-Alpe-Adria-Debakel den Mund zu voll nehmen trauen und anderen die Schuld zuweisen möchten. Anlässlich eines Brüssel- Besuches hatte die Vorsitzende auch Gelegenheit an einer Sitzung im EU-Parlament teilzunehmen. Die Vertreter der Länder haben dort keinen Klubzwang und müssen ihre Anliegen mit den Vertretern von allen beteiligten Staaten abstimmen. Dementsprechend schwer ist es daher auch, Anträge zu stellen und Entscheidungen zu erreichen. Dass es oft um unsinnige Angelegenheiten, wie zum Beispiel der Gurkenkrümmung oder der Umbenennung von Marmelade in Konfitüre gehe sei oft Schuld der Medien, die den Ort des Entstehens einer Angelegenheit verschweigen und das Thema gleich dem EU-Parlament zuordnen. Positiv sei auf alle Fälle zu erwähnen dass die Erweiterung des Transitverkehrs, die Privatisierung des Wassers und das Thema Saatgut von Österreichs Vertretern verhindert wurde. Es sei auch wichtig an der EU-Wahl teilzunehmen und so den sozialdemokratischen Weg einzufordern. Mit dem Hinweis an einer EU-Veranstaltung in Leibnitz teilzunehmen und dem Dank für das bisher Geleistete sowie dem Anliegen dies auch in Zukunft zu tun, schloss die Vorsitzende ihre Ausführungen. Abschließend dankte Vorsitzender Altbürgermeister Ing. Hubert Zingler allen für das Kommen und den gebotenen Ausführungen. Mit einem gemeinsamen Mittagessen aus der vorzüglichen Küche des Hauses Jauk/Wieser ließ man die Konferenz gemütlich ausklingen.

Weitere Berichte (Mausklick)

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr über Cookies und über den Schutz Ihrer Daten beim Besuch dieser Webseite erfahren Sie, wenn Sie auf 'Datenschutzerklärung' klicken. Hier der Link zu unserer Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite.